Die Wolfs-Infostation Göhrde

Wolfnatur-projekt

für Bildung und Vernetzung regionaler Natur

Gefördert durch das Programm Landschaftswerte 2.0 machen wir die Wolfs-Infostation in Dübbekold zum Ausgangspunkt für mobile Bildungsangebote und gleichzeitig zum Treffpunkt für Vernetzung rund um das Thema Natur und Artenvielfalt unserer Region.

Wir wollen Angebotsformate für verschiedene Zielgruppen anbieten, die ausdrücklich Räume öffnen für regen Austausch und aktive Zusammenarbeit. Die geplanten Angebote für Schulen, die interessierte Öffentlichkeit und regionale wie auch „zugereiste“ Akteure sollen einen Zugang zu den Naturthemen der Region bieten, das Verständnis für ökologische Zusammenhänge fördern und gemeinsame Aktivitäten zugunsten eines gelingenden Zusammenlebens mit der Natur ermöglichen.

Unser Projektgebiet ist in Sachen Naturausstattung das TafelsilberNiedersachsens, denn eine solche Vielfalt an Arten und Lebensräumen hat kein anderer Landkreis zu bieten. Lasst uns diese Werte im gegenseitigen Respekt gemeinsam für eine gute Zukunft schützen und mehren!

Dazu schauen wir uns genauer an, was wir hier haben – Die Natur, die unsere Wölfe vom hohen Drawehn bis an die Elbe durchstreifen, ist so viel reicher als viele wissen! Aus unseren Erkenntnissen heraus entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie wir diese Natur schützen und gleichzeitig unsere Lebensgrundlagen verbessern können.

Dies ist eine Einladung!

Unsere weiteren Pläne:

Zunächst wird es eine Phase der Abstimmung mit potentiellen Partnern und weiteren Akteuren im Projekt geben, um die inhaltliche Ausrichtung näher zubestimmen. Folgende Themenkomplexe stellen die regionale „WolfNatur“ und die damit verbundenen Lebensräume und FFH-Lebensraumtypen (LRT) und Arten dar und sind somit mögliche Inhalte unserer Arbeit:

  1. Bodensaure Eichenwälder (LRT 9190) und ihre Spechte, Fledermäuse und Urwaldkäferarten sowie der Wolf als Top-Prädator und hier speziell die letzten Hudewälder im Breeser Grund und im Kellerberg
  2. Alte Buchenwälder (LRT 9110) mit Fledermäusen und dem Schwarzspecht
  3. Trockene Heiden (LRT 4030) und ihre besondere Bedeutung für Ziegenmelker, Heidelerche sowie wärmeliebende Insektenarten und Reptilien wie Zauneidechse, Kreuzotter und Schlingnatter
  4. Artenreiche Ackerflächen mit der reichhaltig vorkommenden Gilde der Feldvögel insbesondere hier dem Ortolan sowie der Feuerlilie und vielen weiteren seltenen Arten der Segetalflora
  5. Magere Flachland-Mähwiesen (LRT 9510) und ihre Vogelwelt mit Wiesenpieper, Braunkehlchen, Schafstelze und ihrer reichen blütenbesuchenden Insektenwelt insbesondere den Schmetterlingen und den Wildbienen
  6. Bachläufe des Drawehn bis in die Flussaue von Jeetzel, Dumme und Elbe mit Biber, Fischotter, Seeadler, Rotbauchunke etc.

Anschließend gilt es, gemeinsam geeignete Veranstaltungsformate zu finden und zu etablieren. Wir wollen unser Bestes geben, in diesem Sinne zu wirken und den Schutz der Natur und ein gelingendes Miteinander durch Angebote des Naturerlebens und der Stärkung und Vernetzung identitätsbildender Akteure zuverankern.

Dieses Projekt soll modellhaft für die Region dem bisherigen „höher, schneller,weiter“ und der damit verbundenen Naturentfremdung und -zerstörung eine ganz praktisch gelebte Umkehr entgegensetzen, die von einer Gemeinschaft getragen wird, die sich durch die Vernetzung und gemeinsames Tun aller potentiellen Akteure finden soll.

Hierzu wollen wir gemeinsam ausloten, wie und in welchem Format unsere Zusammenarbeit gelingen kann und welche konkreten Angebote gewünscht werden und etabliert werden können. Bis zum Ende des Projektes sollen möglichst viele „Naturbegegnungen“ stattfinden, die Kreise ziehen und zum Mitwirken einladen.

In diesem Sinne sind wir für Anregungen immer gerne zu haben!

Dieses Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

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